Tempodrom

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Landbote 13. April 2002

WIEDERERÖFFNUNG DER BLOCK-TRENDSPORTHALLE IM TEMPODROM

Looping in der Suppenschüssel

Mit Musik und einem Hochseilakt von David Dimitri ist gestern der Block 37 am neuen Ort wiedereröffnet worden.

Noch stehen die Palmen draussen an der Kälte. Drinnen im Tempodrom ist es staubig und lärmig. Es wird gebohrt, genagelt und geschraubt, was das Zeug hält und bis im letzten Moment. Das war gestern Nachmittag. Doch am Abend wurde Neueröffnung gefeiert, unter anderem mit einer Ansprache von Sportministerin Pearl Pedergnana. Denn jetzt heisst die Karthalle auch Block. Der Block37 ist umgezogen von der Sulzer-Halle mit Nummer 37 an den Lagerplatz 17. Dort wo einmal ein Paketpostzentrum geplant war, sausen jetzt nicht nur die Elektrokarts. Über der 330 Meter langen Bahn liegen auf dem neuen Zwischenboden der Skaterpark und der Sand für das Beachvolleyballfeld.

Die Stadträtin im Renndress

Tempodrom-Besitzer Thomas Dinkel und Block-Geschäftsführer Roli Wittmann sind stolz auf die neue Trendsporthalle, deren Angebot auf 6500 Quadratmetern in dieser Kombination europaweit einmalig ist. Der Höhepunkt für Inlineskater und Skateboarder ist die neu erstellte «Bowl», eine 320 Kubikmeter grosse und 1,8 Meter tiefe Wanne, innen mit Buchenholzplatten ausgekleidet. Zu welchen Kunststücken sie die Surfer auf vier oder acht Rollen noch beflügeln wird, muss sich zeigen; Schon gestern Abend schafften es die ersten, dass den Zuschauern der Atem stockte. Für die Wilden gibt es die «Super-Extension», eine halbkugelförmige Erweiterung der Riesensuppenschüssel. In ihr kann beinahe ein Looping gefahren werden auf den kleinen Rollen. Ist das nicht gefährlich? «Nein», sagt Wittmann, «wer überhaupt so viel Tempo machen kann, dass er da rauffährt, fällt nicht einfach runter.» Trotz den hohen Schwierigkeiten finden selbst Kinder in der Bowl ihren Spass; wenn auch etwas näher am sicheren Boden.

Überhaupt bleibt der Block auch am neuen Ort eine Breitensportanlage. Das Sportamt unterstützt sie, indem sie diverse «Obstacles» und «Ramps» (Hindernisse für die Skater) zur Verfügung stellt und auch an die bis 13 Meter hohen Kletterwände Beiträge geleistet hat. Im Gegenzug dürfen Winterthurer Schulklassen den Block ohne Kartbahn weiterhin einmal pro Jahr gratis besuchen. Wittmann schätzt allerdings, dass bisher kaum fünf Prozent der Klassen davon Gebrauch machten. Pedergnana und Sportamtchef Urs Wunderlin zog es gestern trotzdem als erstes auf die Kartbahn, wo sie sich mit CVP-Gemeinderätin Ursula Bründler ein Rennen lieferten.

Immer bis Mitternacht offen

Neuer, feinerer Sand für das Beachvolley-Spiel, mehr und höhere Kletterflächen, anspruchsvollere Skaterhindernisse sowie ein grösserer Publikumsbereich – das sind die wesentlichen Neuerungen im Block-Tempodrom. Neu sind auch die erweiterten Öffnungszeiten, unter der Woche immer von 10 bis 24 Uhr, am Sonntag bis 22 Uhr. Gleich geblieben sind die Eintrittspreise und die Vergünstigungen mit dem Winterthurer Sportpass. Rund 1,5 Millionen Franken haben Umzug sowie Einrichtung am neuen Ort gekostet. Die Hälfte davon hat Sulzer übernommen, weil dank dem Auszug des Blocks vor Vertragsende am alten Ort bereits die Bagger auffahren können für Wohnneubauten. Sulzer-Immobilien-Chef Martin Schmidli dankte den Pionieren von Tempodrom und Block, aber auch der Post als Hallenbesitzerin. Sie eröffnet der Anlage mit dem langjährigen Mietvertrag (8 Jahre) auch eine wirtschaftliche Perspektive.

Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-24 Uhr, So 10-22 Uhr